So war mein Barcamp Bonn 2017

Heute gibt es im #projekt52 mal einen etwas anderen Beitrag. Ausnahmsweise berichte ich nicht über eine Sicherheitslücke oder einen WordPress-Tipp, sondern über meinen Besuch beim BarCamp in Bonn am vergangenen Wochenende. Aber keine Angst: auch in diesem Beitrag kommt WordPress wieder vor…

Erstmalig fand das BarCamp Bonn nicht nur an einem, sondern direkt an zwei Tagen statt. Angekündigt war es als „anderthalb Tage“, da es am Freitag erst mittags los ging, am Ende hatte der Freitag aber nur einen Sessionslot weniger als der Samstag (Freitag 4, Samstag 5). Dafür stand der Freitag unter dem Motto „Mobilität“, einem meiner Lieblingsthemen, der Samstag war ein klassisches themenoffenes BarCamp.

Als Location wurde der große Büroturm der Deutschen Post DHL Group in Bonn gewählt, die Räumlichkeiten waren perfekt, nur leider in der zweiten Etage und nicht ganz oben. 🙂

Nach einem schnellen Mittagessen (ich war spät dran), der üblichen Vorstellungsrunde und der Sessionplanung ging es dann um 14:30 Uhr mit der ersten Session los.

Ich habe mich sofort für die Session über den StreetScooter, das neue E-Auto der Post für die Post- und Paketauslieferung entschieden. Der Vortrag war sehr spannend, zeigt er doch eindrucksvoll, wie sehr die Post auf Elektromobilität setzt und das nicht erst in der Zukunft.

Die StreetScooter der 100%igen Tochterfirma fahren bereits jetzt in einigen Gebieten und werden nach und nach in ganz Deutschland ausgerollt. Bezeichnend, dass die Post die Autos selbst entwickeln und bauen musste, da kein deutscher Autohersteller dazu bereit war…

Vor dem Post-Tower war neben einem Tesla Model S auch ein StreetScooter aufgestellt, den ich mir dann (anstatt der zweiten Session) im Detail angeschaut habe. Ich bin immer noch fasziniert von der Einfachheit, mit der dieses Auto umgesetzt worden ist. Es gibt quasi kein Teil zuviel an der Karre – aber geil!

Im Tower präsentierte die Post auch ihre Paketdrohnen, die den Testeinsatz bereits absolviert haben. Die zugehörige Session hab ich leider verpasst 🙁

Im dritten Session-Block habe ich mir den Vortrag von Frank Riedel angehört über den selbstgebauten Feinstaubsensor. Das Projekt wurde in Stuttgart angestoßen, erbobert mittlerweile aber ganz Deutschland und die Welt. Mit einfachen Mitteln und knapp 30€ lässt sich ein Feinstaubsensor bauen und betreiben, der ähnlich genau misst wie die offiziellen Geräte. Im Zuge von OpenData sind die Daten der selbstgebauten Sensoren aber frei verfügbar und erlauben bessere und detailreichere Rückschlüsse aufgrund der häufigeren Messungen und der größeren Anzahl der Messstationen. Feinstaubsensor bauen steht bei mir nun auch auf der ToDo-Liste.

Zum Abschluss des Tages haben wir uns dann noch im Foyer eingefunden und darüber diskutiert, wie die Paketzustellerei sich in den nächsten 10 Jahren entwickeln könnte. Jetzt müssen wir diese Ideen nur noch vermarkten.

Die Party am Abend auf dem Schiff war zwar eine tolle Idee der Organisatoren, leider aber schlecht besucht. Das klappt bestimmt im nächsten Jahr besser.

Der Samstag begann natürlich wieder mit einer Vorstellungsrunde und der Sessionplanung für 5 Slots. Für mich ging es dann um 12 Uhr los mit einem Vortrag über Bots im Callcenter. Man muss sich ja auch mal etwas anhören, von dem man keine Ahnung hat. 🙂

Der Vortrag war spannend und endete in einer schönen Diskussion darüber, wie und wo Bots eingesetzt werden können und ob der Anfragende das überhaupt mitbekommen muss in Zukunft. Bei der Vorstellung des Talks ist dem Vortragenden dann noch ein wunderbarer Fauxpas passiert, der leider daraufhin deutet, was Bots im Callcenter bedeuten: weniger Menschen dort.

So, wo war genau nochmal WordPress? Hier!

Im nächsten Session-Slot haben Thomas Brühl, Udo Meißen und ich dazu aufgerufen, ein WordPress Meetup in Bonn zu gründen. Es fanden sich ganz spontan auch mehrere Interessierte. Udo hatte vorab schon Räumlichkeiten geklärt. Und so konnten die Anwesenden das erste Treffen für dieses Meetup direkt vereinbaren. Am 5. April ab 19 Uhr treffen wir uns in den Räumen des CoWorking Bonn zu einer ersten offenen Fragerunde. Ziel sind weitere monatliche Treffen im am ersten Mittwoch im Monat.

Apropos Fragerunde: die gab es natürlich auch auf dem BarCamp. Wieder Zusammen mit Thomas und Udo habe ich eine Session mit dem Titel WordPress Q&A angeboten, bei der alle anwesenden ihre Fragen zu WordPress stellen konnten und wir versucht haben, gemeinschaftlich alle Probleme zu lösen. Ich hoffe, es ist uns gelungen.

Die Linksammlung zu allen gezeigten Quellen, Plugins  usw. gibt es im Blog von Thomas.

Den Abschluss des Tages machte natürlich Scotty, mit seiner Session für Serienjunkies, in der er immer die neuesten TV-Serien aus den USA vorstellt. Gehört mittlerweile für mich zum festen Programm dazu. Das parallele Whisky-Tasting musste ich leider ausfallen lassen.

Bei der Verabschiedung und dem dazugehörigen Gewinnspiel habe ich natürlich (wie immer) nichts gewonnen. Dafür gibts aber schon einen neuen Termin für das Barcamp Bonn 2018: der 23. und 24. Februar. Veranstaltungsort ist diesmal die FH Bonn-Rhein-Sieg in St. Augustin. Ich freu mich schon…

Einen Überblick über viele andere Rückblicke, Fotos etc. gibts direkt beim Barcamp Bonn.


Über Marc Nilius

Diplom-Informatiker, 20 Jahre IT- und Web-Erfahrung, 5 Jahre intensive WordPress-Erfahrung, Mit-Organisator WordPress Meetup Köln und WordCamp Köln 2016, Wapuu-Fan

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.